Schulden & UmschuldungSchuldnerberatung: Wo Sie kostenlose Hilfe bekommen
Kostenlose Schuldnerberatung bieten Kommunen, Wohlfahrtsverbände und Verbraucherzentralen. So finden Sie eine anerkannte Stelle und erkennen teure Fallen.
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Kurz gefasst
Eine Umschuldung lohnt sich, wenn der neue Kredit nach Abzug aller Kosten günstiger ist als die alten Schulden. Der Weg dorthin besteht aus wenigen klaren Schritten: Sie verschaffen sich eine vollständige Übersicht über Restschulden, Zinsen und Raten, prüfen die Kosten einer vorzeitigen Ablösung, holen Angebote per Konditionsanfrage ein, vergleichen sie anhand des effektiven Jahreszinses und lassen die alten Kredite anschließend ablösen.
Ein Rechenbeispiel mit angenommenen Zinsen zeigt das Potenzial. Wer 8.000 € Restschuld mit 40 Monaten Laufzeit von 10,9 % auf 6,9 % umschuldet, spart rund 600 € Zinsen. Selbst nach einer Vorfälligkeitsentschädigung von höchstens 80 € bleiben über 500 € übrig. Ihre eigene Rechnung sieht anders aus, das Prinzip bleibt aber gleich: Zinsersparnis minus Ablösekosten muss positiv sein.
Rechtlich ist der Weg frei: Ratenkredite dürfen Sie jederzeit vorzeitig zurückzahlen, die Entschädigung ist gesetzlich begrenzt, und den Dispo können Sie ganz ohne Entschädigung ausgleichen. Wichtig ist am Ende nur, die alten Kreditrahmen zu schließen oder zu verkleinern, damit aus einer Umschuldung keine zusätzliche Verschuldung wird.
Das Ziel
Bei einer Umschuldung ersetzen Sie einen oder mehrere bestehende Kredite durch einen neuen. Meist geht es darum, teure Schulden wie einen Dispo, eine Kreditkarte mit Teilzahlung oder einen alten Ratenkredit mit hohem Zins durch einen günstigeren Kredit abzulösen.
Ein zweiter Vorteil ist die Übersicht. Statt mehrerer Raten zu verschiedenen Terminen zahlen Sie nur noch eine Rate an eine Bank. Das erleichtert die Planung und verringert das Risiko, eine Zahlung zu vergessen.
Eine Umschuldung ist aber kein Selbstläufer. Sie lohnt sich nur, wenn der neue Kredit unter dem Strich weniger kostet und Sie die frei gewordenen Kreditrahmen nicht erneut ausschöpfen. Die folgenden Schritte helfen Ihnen, das sauber zu prüfen.
Der Fahrplan
Gehen Sie die Schritte der Reihe nach durch. Die ersten drei entscheiden, ob sich die Umschuldung überhaupt lohnt.
Rechenbeispiel
Ob sich der Wechsel rechnet, sehen Sie erst, wenn Sie Zinsersparnis und Ablösekosten nebeneinanderlegen.
Sie haben noch 8.000 € Restschuld aus einem Ratenkredit mit 10,9 % Sollzins und 40 Monaten Restlaufzeit. Die Rate beträgt 239,43 €. Bis zum Ende würden noch rund 1.577 € Zinsen anfallen. Die Konditionen sind angenommen, rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen nach.
Ein neuer Kredit über 8.000 € mit 6,9 % und ebenfalls 40 Monaten Laufzeit hat eine Rate von 224,45 €. Die Zinsen betragen rund 978 €. Die Ersparnis liegt damit bei knapp 600 €, und die Rate sinkt um rund 15 € im Monat.
Verlangt die alte Bank die höchstzulässige Vorfälligkeitsentschädigung von 1 %, sind das 80 €. Es bleiben gut 500 € Ersparnis. Ob noch Kosten für den neuen Kredit anfallen, sehen Sie am effektiven Jahreszins, der alle Pflichtkosten enthält.
Viele nutzen die Umschuldung, um die Rate zu senken, und verlängern dafür die Laufzeit. Das entlastet das Budget, kann die Ersparnis aber auffressen. Vergleichen Sie deshalb immer die Gesamtkosten. Mehr dazu im Ratgeber zum Umschuldungskredit. Steckt ein Teil Ihrer Schulden im Dispo, lesen Sie auch Dispo umschulden.
Zusammengefasst
Das Wichtigste für eine Umschuldung, die sich wirklich lohnt.
Restschuld, Zinssatz, monatliche Rate und Restlaufzeit jedes einzelnen Kredits bilden die Grundlage für jede Rechnung und jeden Vergleich.
Für Ratenkredite verlangt die Bank höchstens 1 % oder 0,5 % des Betrags, für den Dispo fällt gar keine Vorfälligkeitsentschädigung an.
Eine niedrigere Rate allein reicht nicht, entscheidend sind die Zinsen bis zum Ende der Laufzeit einschließlich aller Ablösekosten.
Abgelöste Kreditkarten und der Dispo sollten danach gekündigt oder deutlich verkleinert werden, damit keine neuen Schulden entstehen.

Jacob Hartmann hat das Rechenbeispiel zur Umschuldung nachgerechnet und die Regeln zu vorzeitiger Rückzahlung, Entschädigung und Widerruf mit dem BGB abgeglichen.
Vergleichen Sie kostenlos und unverbindlich, ob ein Umschuldungskredit Ihre bestehenden Schulden günstiger zusammenfassen kann.
Ein Kredit kostet Geld. Prüfen Sie vor der Unterschrift, ob Sie die monatliche Rate dauerhaft tragen können.
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