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Effektiver Jahreszins – die Zahl, die Kredite vergleichbar macht

Der effektive Jahreszins zeigt die jährlichen Gesamtkosten eines Kredits – vergleichen Sie Angebote ab 3,99 %.

  • Alle Pflichtkosten enthalten
  • Gesetzlich vorgeschrieben
  • Ab 3,99 % vergleichen
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Betrag30.000 €
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Effektiver Jahreszins 3,99 % – 15,99 % eff. Jahreszins · total 33.162 €
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Repräsentatives Beispiel Repräsentatives Beispiel gemäß § 17 Abs. 4 PAngV: 2/3 aller Kunden erhalten: Nettodarlehensbetrag 6.000,00 €, 4,990 % eff. Jahreszins, 4,883 % fester Sollzins p. a., Laufzeit 48 Monate, monatliche Rate 137,84 €, Kreditkosten 616,32 €, Gesamtbetrag 6.616,32 €. Laufzeit 1–10 Jahre · Effektiver Jahreszins min. 3,99 % – max. 15,99 %.

Was ist der effektive Jahreszins?

Effektivzins.

Der effektive Jahreszins gibt die Gesamtkosten eines Kredits als jährlichen Prozentsatz des Kreditbetrags an. Er enthält neben dem Sollzins alle Kosten, die Sie für den Kredit zwingend zahlen müssen.

EffektivzinsJahreszins inkl. KostenAPR

Der Sollzins ist nur der Preis für das geliehene Geld. Zu ihm kommen bei vielen Krediten weitere Kosten, etwa Gebühren für ein Kreditkonto oder eine Versicherung, die die Bank zur Bedingung macht. Außerdem verrechnen Banken die Zinsen meist monatlich, was den Jahreszins leicht erhöht.

Der effektive Jahreszins fasst all das in einer einzigen Zahl zusammen. Die Preisangabenverordnung schreibt in § 16 PAngV vor, dass Banken ihn bei Verbraucherkrediten angeben und nach einer einheitlichen Methode berechnen. Deshalb können Sie zwei Angebote mit gleichem Betrag und gleicher Laufzeit direkt anhand dieser Zahl vergleichen: Das Angebot mit dem niedrigeren effektiven Jahreszins ist das günstigere.

Bei Swiftbanker beginnt der effektive Jahreszins bei 3,99 %, verglichen werden Beträge von 100 € bis 250.000 € über ein bis zehn Jahre. Welcher Effektivzins am Ende für Sie gilt, entscheidet Ihre Bonität.

Rechner

So entsteht der effektive Jahreszins

Stellen Sie Kreditbetrag, Sollzins und Laufzeit ein und fügen Sie einmalige oder monatliche Kosten hinzu. Der Rechner zeigt, wie stark jede Gebühr den effektiven Jahreszins und den Gesamtbetrag erhöht.

Kreditbetrag10.000 €
1.000 €250.000 €
Nominalzins6,00 %
1 %16 %
Bearbeitungsgebühr0 €
0 €2.000 €
Monatliche Gebühr5 €/Monat
0 €30 €
Laufzeit48 Mon.
12 Mon.120 Mon.

Effektiver Jahreszins

7,3%
Die jährlichen Kosten in Prozent — alles inklusive.
So setzt sich der effektive Jahreszins zusammen
6,0 %
+1,2 %
Nominalzins6,00 %
Bearbeitungsgebühr+0,17 %
Monatliche Gebühren+1,15 %
Gesamtrückzahlung11.513 €

Die Berechnung ist eine vereinfachte Beispielrechnung für ein Annuitätendarlehen. Bearbeitungsgebühren sind bei Verbraucherkrediten unzulässig; das Feld für einmalige Kosten dient zur Veranschaulichung, etwa einer verpflichtenden Versicherung.

Hintergrund

Was im effektiven Jahreszins steckt – und was nicht

Welche Kosten in die Zahl einfließen, regelt die Preisangabenverordnung. Hier sind die Regeln in verständlicher Sprache.

Der effektive Jahreszins ist kein Wert, den eine Bank frei wählen kann. Die Preisangabenverordnung legt fest, welche Kosten hineingehören und wie gerechnet wird. Nur deshalb ist die Zahl über alle Anbieter hinweg vergleichbar.

Der Sollzins, früher oft Nominalzins genannt, ist der Zinssatz, mit dem die Bank das geliehene Geld verzinst. Er bestimmt den Zinsanteil Ihrer Rate bei einem . Gebühren und andere Kosten enthält er nicht, deshalb liegt er bei sonst gleichen Bedingungen nie über dem effektiven Jahreszins.

In den effektiven Jahreszins fließen die Gesamtkosten ein, die Sie im Zusammenhang mit dem Kreditvertrag zahlen müssen und die der Bank bekannt sind: Zinsen, Gebühren, Provisionen und sonstige Entgelte. Dazu gehören auch Kosten für Nebenleistungen wie ein Kreditkonto oder eine Versicherung, wenn die Bank den Kredit nur mit ihnen gewährt.

Nicht enthalten sind Kosten, die Sie nur zahlen, wenn Sie Ihre Pflichten verletzen, etwa Mahngebühren oder Verzugszinsen. Auch Notarkosten und freiwillige Zusatzleistungen gehören nicht hinein. Eine , die Sie freiwillig abschließen, taucht deshalb im effektiven Jahreszins nicht auf, obwohl sie den Kredit verteuert.

Der Nettokreditbetrag ist die Summe, die Ihnen tatsächlich zur Verfügung gestellt wird. Geht eine Pflichtgebühr oder eine verpflichtende Versicherung vom Auszahlungsbetrag ab, erhalten Sie weniger Geld, als Sie zurückzahlen müssen. Genau das macht der effektive Jahreszins sichtbar, weil er alle Kosten auf den Betrag bezieht, über den Sie wirklich verfügen.

Der Gesamtbetrag ist die Summe aus Nettokreditbetrag und Gesamtkosten, also alles, was Sie bis zur letzten Rate zahlen. Er ergänzt den effektiven Jahreszins: Der Prozentwert zeigt, wie teuer der Kredit im Verhältnis ist, der Gesamtbetrag zeigt die Kosten in Euro. Bei unterschiedlichen Laufzeiten lohnt der Blick auf beide Werte, denn eine längere Laufzeit kann trotz gleichem Prozentsatz deutlich mehr Zinsen in Euro kosten.

Banken verrechnen die Zinsen meist monatlich. Ein Sollzins von 6,00 % pro Jahr bedeutet dann 0,5 % pro Monat. Weil sich diese Monatszinsen über das Jahr aufbauen, ergibt sich selbst ohne jede Gebühr ein effektiver Jahreszins von 6,17 %.

Wirbt eine Bank mit Zinsen oder Kosten für einen Kredit, muss sie ein repräsentatives Beispiel nennen. Es enthält unter anderem Nettokreditbetrag, Sollzins, effektiven Jahreszins und Gesamtbetrag. Der genannte effektive Jahreszins muss so gewählt sein, dass die Bank ihn bei mindestens zwei Dritteln der aufgrund der Werbung geschlossenen Verträge erwartet.

Viele Angebote nennen eine Spanne, etwa ab 3,99 %. Den niedrigsten Wert erhalten nur Kunden mit . Ihr persönlicher effektiver Jahreszins steht erst im individuellen Angebot fest, das die Bank nach Prüfung Ihrer Angaben und Ihrer Schufa-Daten erstellt.

Der Bundesgerichtshof hat am 13. Mai 2014 entschieden, dass Banken bei Verbraucherkrediten keine laufzeitunabhängigen Bearbeitungsentgelte per Formularklausel verlangen dürfen. Taucht in einem Angebot dennoch eine solche Gebühr auf, sollten Sie nachfragen und das Angebot kritisch prüfen.

Vor Vertragsschluss muss Ihnen die Bank die Europäische Standardinformation für Verbraucherkredite übergeben. In diesem einheitlichen Formular stehen Sollzins, effektiver Jahreszins, Gesamtbetrag, Raten und Laufzeit. Legen Sie die Formulare mehrerer Banken nebeneinander, erkennen Sie die Unterschiede auf einen Blick.

Fehlt der effektive Jahreszins im Kreditvertrag, gilt nach § 494 BGB statt des vereinbarten Sollzinses nur der gesetzliche Zinssatz von 4 %. Ist er zu niedrig angegeben, verringert sich der Sollzins um den Prozentsatz, um den die Angabe zu niedrig ist. Das schützt Sie davor, dass die Bank die echten Kosten verschleiert.

Mit der Umsetzung der neuen EU-Verbraucherkreditrichtlinie gilt für neue Verträge ab dem 20. November 2026 eine ausdrückliche Grenze: Ein Allgemein-Verbraucherdarlehen ist nichtig, wenn ein auffälliges Missverhältnis zum marktüblichen effektiven Jahreszins besteht. Das liegt in der Regel vor, wenn der vereinbarte Wert den marktüblichen um 100 Prozent oder um zwölf Prozentpunkte überschreitet.

Sollzins oder Effektivzins

Zwei Zinssätze, zwei Aufgaben

In jedem Kreditangebot stehen beide Werte. Diese Unterschiede sollten Sie kennen.

Sollzins

Der Preis für das Geld

Der Sollzins legt fest, wie viele Zinsen die Bank auf die jeweils offene Restschuld berechnet. Er bestimmt, wie sich Ihre Rate auf Zins und Tilgung verteilt. Gebühren und Versicherungen sind nicht enthalten. Für den Vergleich verschiedener Angebote ist er allein deshalb ungeeignet, denn ein niedriger Sollzins kann durch Pflichtgebühren oder eine verlangte Versicherung am Ende teurer werden als ein höherer.

  • Inhalt nur der Zins auf die Restschuld
  • Zweck Berechnung der Zinsen in der Rate
  • Vergleich allein nicht aussagekräftig
Effektiver Jahreszins

Die Gesamtkosten pro Jahr

Der effektive Jahreszins rechnet den Sollzins, die monatliche Verrechnung und alle Pflichtkosten in einen Jahreswert um. Banken müssen ihn in Werbung, Angebot und Vertrag nach einheitlichen Regeln der Preisangabenverordnung angeben, damit Kunden Angebote vergleichen können. Bei gleichem Betrag und gleicher Laufzeit ist das Angebot mit dem niedrigeren effektiven Jahreszins für Sie das günstigere.

  • Inhalt Zinsen und alle Pflichtkosten
  • Zweck einheitlicher Vergleich aller Angebote
  • Vergleich die maßgebliche Kennzahl

In Zahlen

Effektiver Jahreszins an einem Beispiel

Ein Kredit über 10.000 € mit 48 Monaten Laufzeit.

Sollzins

6,00 %

Der vereinbarte Zinssatz auf die offene Restschuld, monatlich verrechnet.

Effektiver Jahreszins ohne Gebühren

6,17 %

Allein die monatliche Zinsverrechnung hebt den Jahreswert an.

Mit 5 € Kontogebühr im Monat

7,32 %

Eine kleine Pflichtgebühr erhöht den Effektivzins spürbar.

Gesamtbetrag mit Gebühr

11.512,81 €

Statt 11.272,81 € ohne Gebühr, also 240 € mehr.

Das Beispiel zeigt, warum der Sollzins allein wenig aussagt. Beide Varianten haben denselben Sollzins von 6,00 % und dieselbe Laufzeit. Die Monatsrate beträgt ohne Gebühr 234,85 € und mit einer verpflichtenden Kontogebühr von 5 € pro Monat 239,85 €.

Über 48 Monate summiert sich die Gebühr auf 240 €. Bezogen auf den durchschnittlich noch offenen Kreditbetrag ist das viel, deshalb steigt der effektive Jahreszins von 6,17 % auf 7,32 %. Bei einem kleineren Kredit oder einer kürzeren Laufzeit würde dieselbe Gebühr noch stärker ins Gewicht fallen.

Würde die Bank zusätzlich eine Versicherung über 600 € zur Bedingung machen, die vom Auszahlungsbetrag abgeht, läge der effektive Jahreszins bei 9,61 %. Prüfen Sie deshalb immer, ob ein Angebot Pflichtleistungen enthält, und vergleichen Sie nur effektive Jahreszinsen bei gleichem Betrag und gleicher Laufzeit.

Das Wichtigste zuerst

Effektiver Jahreszins: sechs Punkte für Ihren Vergleich

Mit diesen sechs Punkten lesen Sie jedes Kreditangebot richtig.

Gesamtkosten in einer Zahl

Der effektive Jahreszins enthält Sollzins, monatliche Verrechnung und alle Kosten, die Sie für den Kredit zwingend zahlen müssen.

Gleiche Bedingungen vergleichen

Bei gleichem Betrag und gleicher Laufzeit ist das Angebot mit dem niedrigeren effektiven Jahreszins tatsächlich das günstigere.

Freiwilliges fehlt

Eine freiwillige Restschuldversicherung erscheint nicht im effektiven Jahreszins, verteuert den Kredit aber oft deutlich und gehört in Ihren Vergleich.

Ab-Zinsen sind Werbung

Den niedrigsten Wert einer Zinsspanne erhalten nur sehr gute Bonitäten, Ihr eigener Zins steht erst im persönlichen Angebot.

Gesamtbetrag mitlesen

Neben dem effektiven Jahreszins zeigt der Gesamtbetrag, wie viel Sie über die ganze Laufzeit in Euro tatsächlich zurückzahlen.

Vorzeitige Ablösung beachten

Eine Vorfälligkeitsentschädigung ist nicht im effektiven Jahreszins enthalten, wenn Sie den Kredit früher zurückzahlen möchten.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum effektiven Jahreszins

Kurze Antworten zu Berechnung, Inhalt und Vergleich des effektiven Jahreszinses.

  • Was ist der Unterschied zwischen Sollzins und effektivem Jahreszins?

    Der Sollzins ist nur der Zins auf die offene Restschuld. Der effektive Jahreszins enthält zusätzlich die monatliche Zinsverrechnung und alle Pflichtkosten des Kredits und ist deshalb fast immer etwas höher.

  • Ist der niedrigste effektive Jahreszins immer das beste Angebot?

    Bei gleichem Kreditbetrag und gleicher Laufzeit ja. Unterscheiden sich Betrag oder Laufzeit, vergleichen Sie zusätzlich den Gesamtbetrag und prüfen, ob freiwillige Zusatzleistungen wie eine Versicherung angeboten werden.

  • Ist die Restschuldversicherung im effektiven Jahreszins enthalten?

    Nur wenn die Bank den Kredit ausschließlich mit der Versicherung gewährt. Schließen Sie sie freiwillig ab, erscheint sie nicht im effektiven Jahreszins, obwohl Sie die Kosten zusätzlich tragen.

  • Warum ist mein effektiver Jahreszins höher als der beworbene?

    Beworbene Zinsen sind oft Ab-Werte für sehr gute Bonität. Ihr persönlicher Zins hängt von Einkommen, bestehenden Verpflichtungen und Schufa-Daten ab und steht erst im individuellen Angebot.

  • Darf eine Bank eine Bearbeitungsgebühr verlangen?

    Nein. Der Bundesgerichtshof hat 2014 entschieden, dass laufzeitunabhängige Bearbeitungsentgelte in Formularverträgen für Verbraucherkredite unwirksam sind. Ein Angebot mit einer solchen Gebühr sollten Sie kritisch prüfen.

  • Was passiert, wenn der effektive Jahreszins im Vertrag fehlt?

    Dann schulden Sie statt des vereinbarten Sollzinses nur den gesetzlichen Zinssatz von 4 %. Ist er zu niedrig angegeben, sinkt der Sollzins um den Prozentsatz, um den die Angabe zu niedrig ist.

Kurz gefasst

Der effektive Jahreszins gibt die Gesamtkosten eines Kredits als jährlichen Prozentsatz an. Er enthält den Sollzins, die monatliche Zinsverrechnung und alle Kosten, die Sie für den Kredit zwingend zahlen müssen, etwa Kontogebühren oder eine Versicherung, die Voraussetzung für den Kredit ist. Banken müssen ihn in Werbung, Angebot und Vertrag nennen. Die Preisangabenverordnung schreibt Angabe und Berechnungsmethode vor.

Deshalb ist er die Zahl für den Vergleich: Bei gleichem Betrag und gleicher Laufzeit ist das Angebot mit dem niedrigeren effektiven Jahreszins das günstigere. Schon ohne Gebühren wird aus 6,00 % Sollzins durch monatliche Verrechnung ein effektiver Jahreszins von 6,17 %, mit 5 € Kontogebühr im Monat bei 10.000 € und 48 Monaten werden daraus 7,32 %.

Nicht enthalten sind freiwillige Zusatzleistungen wie eine freiwillige Restschuldversicherung, Mahnkosten und eine spätere Vorfälligkeitsentschädigung. Lesen Sie deshalb immer auch den Gesamtbetrag mit, der die Kosten über die gesamte Laufzeit in Euro zeigt. Angebote, deren Effektivzins bei 3,99 % startet, stellen Sie bei Swiftbanker gratis und ohne Schufa-Spuren nebeneinander.

Jacob Hartmann
Geprüfter Inhalt
Fachlich verantwortlich

Jacob Hartmann

Gründer & Inhaber, Lacuna Digital ApS

Jacob Hartmann hat die Angaben zum effektiven Jahreszins mit der Preisangabenverordnung und dem BGB abgeglichen und die Beispielrechnungen nachgerechnet.

VerbraucherkreditKreditvergleich
Gründer und Inhaber der Lacuna Digital ApS · Spezialisiert auf Verbraucherkredite und Kreditvergleich
Aktualisiert: Oktober 2026·Zahlen und Regeln sind mit offiziellen Quellen wie BaFin, Verbraucherzentrale, SCHUFA und dem BGB abgeglichen.

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Ein Kredit kostet Geld. Prüfen Sie vor der Unterschrift, ob Sie die monatliche Rate dauerhaft tragen können.