Es gab mehrere SCHUFA-Werte, weil Banken, Mobilfunkanbieter und Händler unterschiedliche Risiken bewerten. Für sie berechnete die SCHUFA eigene Branchenscores. Der Basisscore, den viele Verbraucher aus ihrer Selbstauskunft kennen, war dagegen nur ein Orientierungswert für Privatpersonen und wurde nach Angaben der SCHUFA nie an Unternehmen übermittelt. Ein Basisscore von 97 % sagte deshalb wenig darüber aus, mit welchem Wert eine Bank tatsächlich gerechnet hat.
Seit dem 17. März 2026 gibt es einen neuen SCHUFA-Score. Er reicht von 100 bis 999 Punkten, beruht auf zwölf nachvollziehbaren Kriterien und ist für Verbraucher und Unternehmen derselbe. Er löst den Basisscore ab und soll die sechs bisherigen Branchenscores ersetzen. Im kostenlosen SCHUFA-Account sehen Sie, wie viele Punkte Sie in jedem einzelnen Kriterium erhalten, und können so nachvollziehen, was Ihren Wert nach oben oder unten bewegt.
Ganz vorbei ist die Zeit mehrerer Werte aber noch nicht. Unternehmen haben bis Ende 2028 Zeit für die Umstellung, und Banken brauchen dafür die Zustimmung ihrer Aufsicht. Wird Ihnen ein Vertrag verweigert, fragen Sie deshalb beim Anbieter nach, welcher Score verwendet wurde.