Bei einer Konditionsanfrage erkundigen Sie sich bei einer Bank nur nach dem Zins, den Sie bekommen würden. Die Bank prüft dafür Ihre Daten bei der SCHUFA, und dort wird eine „Anfrage Kreditkonditionen“ gespeichert. Diese dient nach Angaben der SCHUFA nur der Dokumentation und hat keinen Einfluss auf Ihren Score. Haben Sie den Eintrag in Ihrer Selbstauskunft entdeckt, dürfen Sie seine Löschung verlangen; ansonsten entfernt die SCHUFA ihn nach spätestens einem Jahr von selbst.
Eine Kreditanfrage ist dagegen der Schritt zu einem konkreten Kreditvertrag. Kommt der Vertrag zustande, meldet die Bank den Kredit an die SCHUFA. Für den neuen SCHUFA-Score ist dann wichtig, wie viele Ratenkredite innerhalb eines Jahres neu hinzugekommen sind und wie lange diese noch laufen.
Für Ihren Vergleich heißt das: Holen Sie Angebote immer als Konditionsanfrage ein und bitten Sie Banken und Vermittler ausdrücklich darum. Erst wenn Sie sich für ein Angebot entschieden haben, folgt der eigentliche Antrag. So können Sie mehrere Angebote vergleichen, ohne Ihre Bonität zu belasten, und behalten selbst die Kontrolle darüber, welcher Kredit am Ende tatsächlich in Ihrer SCHUFA-Akte steht.