Geld & HaushaltGrößere Anschaffung: Sparen, finanzieren oder leasen?
Sparen ist am günstigsten, ein Ratenkredit am schnellsten, Leasing am flexibelsten. So vergleichen Sie die drei Wege für Auto, Küche oder Möbel ehrlich.
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Kurz gefasst
Fixkosten sind die Ausgaben, die jeden Monat automatisch abgehen, und gerade deshalb werden sie selten hinterfragt. Wer einmal im Jahr Mobilfunk, Internet, Strom und Gas, Versicherungen, Abos und Bankgebühren prüft, kann dauerhaft sparen, ohne im Alltag auf etwas zu verzichten. Schon ein Handytarif, der statt 30 € nur noch 15 € im Monat kostet, bringt 180 € im Jahr.
Die Gesetze helfen dabei. Telekommunikationsverträge dürfen anfangs höchstens 24 Monate laufen und sind nach einer stillschweigenden Verlängerung jederzeit mit einem Monat Frist kündbar. Bei Preiserhöhungen von Strom oder Gas haben Haushaltskunden ein Sonderkündigungsrecht, ebenso bei einer Prämienerhöhung der Versicherung ohne bessere Leistung. Für viele online abgeschlossene Verträge gibt es zudem einen Kündigungsbutton.
Am besten legen Sie einen festen Termin im Jahr fest, sammeln alle Verträge mit Laufzeit, Kündigungsfrist und Preis in einer Liste und vergleichen dann gezielt. Den gesparten Betrag überweisen Sie sofort per Dauerauftrag auf ein Sparkonto, damit er nicht im Alltag verschwindet.
Jährlicher Vertrags-Check
Diese Verträge machen bei vielen Haushalten den Großteil der Fixkosten aus. Zu jedem finden Sie die wichtigsten Fristen und Rechte.
Mobilfunk- und Internetverträge dürfen für Verbraucher eine anfängliche Laufzeit von höchstens 24 Monaten haben. Anbieter müssen Ihnen außerdem einen Vertrag mit höchstens zwölf Monaten Laufzeit anbieten. Verlängert sich der Vertrag nach der Mindestlaufzeit stillschweigend, können Sie danach jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündigen.
Prüfen Sie einmal im Jahr, wie viel Datenvolumen Sie tatsächlich verbrauchen und welche Geschwindigkeit Ihr Haushalt braucht. Viele zahlen für Pakete, die sie nie ausschöpfen. Ein Anruf beim Anbieter mit einem günstigeren Konkurrenzangebot in der Hand führt nicht selten zu einem besseren Tarif.
Energieversorger müssen Haushaltskunden eine Preisänderung mindestens einen Monat vorher mitteilen. Erhöhen sie die Preise, können Sie ohne Kündigungsfrist zum Zeitpunkt der Änderung kündigen, und der Versorger darf dafür kein gesondertes Entgelt verlangen.
Unabhängig davon lohnt ein jährlicher Vergleich, sobald die Jahresabrechnung vorliegt. Mit dem tatsächlichen Verbrauch in Kilowattstunden können Sie Tarife genau vergleichen. Achten Sie auf Laufzeit, Preisgarantie und darauf, ob ein Bonus nur im ersten Jahr gilt. Wie Sie Abschläge planen, ohne von einer Nachzahlung überrascht zu werden, ist ein eigenes Thema.
Bei Versicherungen beträgt die Kündigungsfrist zwischen einem und drei Monaten zum Ende des Versicherungsjahres. Bei einer Kfz-Versicherung, deren Versicherungsjahr mit dem Kalenderjahr endet, und einer Frist von einem Monat muss die Kündigung bis Ende November eingehen. Erhöht der Versicherer die Prämie, ohne die Leistung zu verbessern, können Sie innerhalb eines Monats nach der Mitteilung kündigen.
Prüfen Sie außerdem, ob Sie doppelt versichert sind, etwa durch eine Reiseversicherung über die Kreditkarte, und ob jede Police noch zu Ihrer Lebenslage passt. Wichtige Absicherungen wie die Haftpflicht sollten Sie dabei nicht streichen, sondern nur günstiger gestalten.
Streaming, Musik, Zeitungen, Apps, Fitnessstudio: Abos sind einzeln günstig, in Summe aber oft ein großer Posten. Bei neueren Verträgen mit Allgemeinen Geschäftsbedingungen darf die Erstlaufzeit höchstens zwei Jahre betragen. Verlängert sich der Vertrag stillschweigend, läuft er auf unbestimmte Zeit weiter und ist jederzeit mit höchstens einem Monat Frist kündbar.
Gehen Sie die Kontoauszüge und die Abo-Übersicht im Smartphone durch. Alles, was Sie im letzten Monat nicht genutzt haben, steht zur Disposition.
Auch Girokonto, Kreditkarte und laufende Kredite gehören zu den Fixkosten. Prüfen Sie Kontoführungsgebühren, Jahresgebühren für Karten, die Sie kaum nutzen, und die Zinsen für Dispo und Ratenkredite.
Wer mehrere Kredite oder einen dauerhaft genutzten Dispo hat, kann oft am meisten sparen, wenn er die Schulden in einen günstigeren Kredit überführt. Ob sich das lohnt, zeigt ein Blick auf den Umschuldungskredit. Ungenutzte Karten mit Jahresgebühr lassen sich durch eine Kreditkarte ohne Jahresgebühr ersetzen.
Vorsicht beim Wechsel
Diese Fehler kosten beim Sparen an Fixkosten am häufigsten Geld oder Nerven.

Jacob Hartmann hat die Laufzeiten, Kündigungsfristen und Sonderkündigungsrechte in diesem Beitrag mit dem Telekommunikationsgesetz, dem Energiewirtschaftsgesetz, dem Versicherungsvertragsgesetz und dem BGB abgeglichen.
Zahlen Sie für Dispo oder alte Ratenkredite hohe Zinsen, vergleichen Sie kostenlos und unverbindlich, ob ein günstigerer Kredit Ihre Fixkosten senkt.
Ein Kredit kostet Geld. Prüfen Sie vor der Unterschrift, ob Sie die monatliche Rate dauerhaft tragen können.
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