Auf der Vorderseite sehen fast alle Karten gleich aus, doch dahinter stecken sehr unterschiedliche Modelle. Bei einer Charge-Karte werden alle Umsätze eines Monats gesammelt und einmal vollständig vom Girokonto abgebucht. Bei einer Revolving-Karte zahlen Sie nur einen Teil zurück, der Rest wird zum Kredit mit oft hohen Zinsen. Eine Debitkarte belastet Ihr Girokonto direkt und gewährt gar keinen Kredit.
Welche Art Sie besitzen, steht im Kartenvertrag und in der Monatsabrechnung. Achten Sie auf Begriffe wie Teilzahlung, Mindestbetrag oder Sollzins für den offenen Saldo. Tauchen sie auf, haben Sie eine Karte mit Kreditfunktion, deren Kosten Sie im Blick behalten sollten.
Ein gedachtes Beispiel zeigt, warum das wichtig ist: 2.000 € Restschuld zu 18 % Sollzins, abbezahlt mit 100 € im Monat, kosten rund 396 € Zinsen und zwei Jahre Geduld. Mit einer Charge-Karte und voller Rückzahlung entstehen diese Kosten nicht. Für die Bonität zählt beim neuen SCHUFA-Score unter anderem, wie alt Ihre älteste Kreditkarte ist.