Prepaid-Kreditkarte – bezahlen nur mit Guthaben
Eine Prepaid-Kreditkarte funktioniert nur mit Geld, das Sie vorher aufladen – meist ohne Schufa-Abfrage, aber oft mit Gebühren. Wer eine Karte mit Kreditrahmen möchte, kann über das Formular unverbindlich eine Karte ohne Jahresgebühr anfragen.
- Kein Kreditrahmen
- Meist ohne Schufa
- Volle Kostenkontrolle
- Kosten ehrlich erklärt
Prepaid-Karte und Kreditkarte ohne Jahresgebühr im Vergleich
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Repräsentatives Beispiel nach § 17 PAngV: Für deine Kreditkartenumsätze bieten wir dir verschiedene Rückzahlungsoptionen an. Wählst du die Rückzahlung deines Kreditkartensaldos in monatlichen Raten, werden die zuvor mit dir vereinbarten Zinsen berechnet. Hier ein Beispiel: Nettodarlehensbetrag: 1 500 EUR. Sollzins (veränderlich): 18,9 % p.a. Effektiver Jahreszins: 20,63 % p.a. Laufzeit 12 Monate. Anzahl der Raten: 12. Höhe der Raten: 138 EUR. Gesamtbetrag: 1 657 EUR. Darlehensgeber: Instabank ASA
Was ist eine Prepaid-Kreditkarte?
Prepaid-Karte.
Eine Prepaid-Kreditkarte ist eine Visa- oder Mastercard auf Guthabenbasis: Sie laden vorher Geld auf und können nur dieses Guthaben ausgeben. Weil der Anbieter nichts vorstreckt, verzichtet er meist auf die Schufa-Abfrage.
Die Prepaid-Kreditkarte trägt das Logo eines Kartennetzes und wird deshalb im Handel, online und im Ausland weitgehend wie eine Kreditkarte akzeptiert. Technisch läuft sie über ein eigenes Kartenkonto, das Sie per Überweisung aufladen. Ist das Guthaben verbraucht, wird jede weitere Zahlung abgelehnt; ins Minus rutschen Sie nicht.
Weil kein Kredit entsteht, ist eine Bonitätsprüfung nicht nötig. Prepaid-Karten eignen sich deshalb für Menschen mit eingeschränkter Bonität, für Jugendliche und für alle, die ihre Ausgaben streng begrenzen möchten. Identifizieren müssen Sie sich trotzdem, meist per VideoIdent oder PostIdent.
Der Preis für diese Sicherheit sind oft Gebühren für Ausgabe, Aufladung oder Nichtnutzung sowie Grenzen bei Kautionen. Haben Sie eine ausreichende Bonität, ist eine Kreditkarte ohne Jahresgebühr häufig günstiger.
Im Vergleich
Prepaid-Karte oder Kreditkarte mit Rahmen?
Beide Karten laufen über Visa oder Mastercard. Der Unterschied liegt darin, ob Sie mit eigenem Geld oder mit einem Kredit des Anbieters bezahlen.
Bezahlen mit eigenem Guthaben
Sie laden die Karte vorher auf und geben nur aus, was darauf liegt. Eine Schufa-Abfrage ist meist nicht nötig, Schulden entstehen nicht. Dafür verlangen viele Anbieter Gebühren für Ausgabe, Aufladung oder Nichtnutzung, und bei Kautionen für Hotel oder Mietwagen wird die Karte nicht überall angenommen. Für Reisen und Onlinekäufe reicht sie trotzdem in vielen Fällen aus.
- Schufa meist keine Abfrage
- Kosten oft Jahres- und Ladegebühr
- Kaution nicht überall akzeptiert
Bezahlen mit Kreditrahmen
Der Anbieter streckt Ihre Umsätze vor, Sie gleichen sie mit der Monatsabrechnung aus. Dafür prüft er Ihre Bonität und meldet den Rahmen an die Schufa. Karten ohne Jahresgebühr kosten nichts, solange Sie vollständig zurückzahlen; Teilzahlung ist dagegen teuer, oft zu zweistelligen Sollzinsen. Bei ausreichender Bonität ist sie deshalb häufig die günstigere Wahl als Prepaid.
- Schufa Abfrage beim Antrag
- Kosten oft ohne Jahresgebühr
- Kaution in der Regel akzeptiert
Funktion und Kosten
Prepaid-Kreditkarte: was Sie wissen sollten
Die wichtigsten Merkmale einer Prepaid-Kreditkarte, von der Aufladung bis zur Sicherheit Ihres Guthabens.
- Aufladung
- Sie überweisen Geld auf das Kartenkonto, je nach Anbieter auch per Lastschrift oder Sofortüberweisung. Erst wenn das Geld gutgeschrieben ist, können Sie damit bezahlen. Planen Sie bei größeren Ausgaben deshalb etwas Vorlauf ein.
- Schufa
- Weil kein Kredit entsteht, fragen die meisten Anbieter die Schufa nicht ab, und die Karte wird dort nicht als Kredit eingetragen. Ein Anspruch darauf besteht aber nicht; maßgeblich sind die Bedingungen des jeweiligen Anbieters.
- Identifizierung
- Auch ohne Schufa müssen Sie sich ausweisen. Das Geldwäschegesetz verlangt eine Identifizierung, die meist per VideoIdent oder PostIdent erfolgt. Halten Sie dafür einen gültigen Personalausweis oder Reisepass bereit.
- Jahresgebühr
- Viele Prepaid-Karten kosten eine Jahres- oder Monatsgebühr. Sie ist der Preis dafür, dass der Anbieter keine Bonitätsprüfung verlangt. Vergleichen Sie die Gebühr mit einer Kreditkarte ohne Jahresgebühr, wenn Ihre Bonität dafür ausreicht.
- Aufladegebühr
- Manche Anbieter berechnen jede Aufladung, entweder als festen Betrag oder als Prozentsatz. Wer häufig kleine Beträge auflädt, zahlt dadurch mehr. Laden Sie deshalb lieber seltener und dafür größere Summen auf, wenn das zu Ihrem Budget passt.
- Inaktivitätsentgelt
- Einige Anbieter verlangen eine Gebühr, wenn Sie die Karte längere Zeit nicht nutzen. Prüfen Sie diesen Punkt besonders, wenn Sie die Karte nur für den Urlaub oder als Reserve brauchen und sie zwischendurch monatelang ungenutzt bleibt.
- Sicherheit des Guthabens
- Viele Anbieter sind E-Geld-Institute und keine Banken. Ihr Guthaben fällt dann nicht unter die gesetzliche Einlagensicherung, muss nach § 17 ZAG aber getrennt vom Vermögen des Instituts gesichert werden.
- Kaution
- Hotels und Autovermieter blockieren bei der Buchung oft einen Betrag. Prepaid-Karten werden dafür nicht überall akzeptiert, auch wenn die Buchung online funktioniert hat. Fragen Sie vor der Reise nach, um am Schalter keine Überraschung zu erleben.
- Limits
- Neben dem Guthaben setzen Anbieter oft Grenzen für Aufladung, Zahlungen und Bargeldabhebungen pro Tag oder Monat. Für größere Anschaffungen oder längere Reisen kann das knapp werden. Die Limits stehen im Preis- und Leistungsverzeichnis.
Für wen?
Für wen sich eine Prepaid-Kreditkarte eignet
Bei eingeschränkter Bonität
Wer wegen der Schufa keine Karte mit Kreditrahmen bekommt, kann mit einer Prepaid-Karte trotzdem online bezahlen und Reisen buchen. Eine günstige Alternative ist die Debitkarte zu einem Basiskonto, auf das Verbraucher einen gesetzlichen Anspruch haben.
Für Jugendliche
Für Jugendliche unter 18 gibt es keine Kreditkarte mit Kreditrahmen. Prepaid- oder Debitkarten zum Jugendkonto erlauben Onlinekäufe, ohne dass Schulden entstehen können. Eltern behalten über das aufgeladene Guthaben die volle Kontrolle über die Ausgaben.
Für feste Budgets
Wer seine Ausgaben streng begrenzen möchte, lädt nur den Betrag auf, den er ausgeben will, etwa für den Urlaub oder Onlinekäufe im Monat. Ist das Guthaben aufgebraucht, ist Schluss. Das schützt zuverlässig vor Mehrausgaben und vor einer teuren Teilzahlung.
Für sichere Onlinekäufe
Eine separat aufgeladene Karte begrenzt den möglichen Schaden, falls Kartendaten in falsche Hände geraten. Wer bei unbekannten Shops nur einen kleinen Betrag auf der Karte hat, riskiert entsprechend wenig. Achten Sie trotzdem auf 3D Secure.
Abwägung
Vorteile und Nachteile einer Prepaid-Kreditkarte
Die Prepaid-Karte tauscht Kreditrahmen gegen Kontrolle. Ob sich das lohnt, hängt von Ihrer Bonität und davon ab, wofür Sie die Karte brauchen.
Vorteile
- Meist ohne Schufa-Abfrage.
Weil der Anbieter nichts vorstreckt, entfällt die Bonitätsprüfung in der Regel, auch bei negativen Einträgen.
- Keine Schulden möglich.
Sie können nur ausgeben, was auf der Karte liegt, Zinsen für Teilzahlung fallen deshalb nicht an.
- Weltweit einsetzbar.
Als Visa- oder Mastercard wird sie im Handel, online und auf Reisen weitgehend akzeptiert.
- Begrenztes Risiko.
Bei Missbrauch ist höchstens das aufgeladene Guthaben betroffen, nicht ein ganzer Kreditrahmen.
Nachteile
- Oft höhere Gebühren.
Jahres-, Auflade- und Inaktivitätsgebühren machen sie häufig teurer als eine Kreditkarte ohne Jahresgebühr.
- Probleme bei Kautionen.
Hotels und Autovermieter akzeptieren Prepaid-Karten für die Sicherheitsleistung nicht überall.
- Kein Zahlungsziel.
Das Geld muss vorher auf der Karte sein, ein zinsfreier Aufschub bis zur Abrechnung entfällt.
- Keine Einlagensicherung.
Bei E-Geld-Instituten ist das Guthaben gesondert gesichert, aber nicht durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.
Das Wichtigste zuerst
Prepaid-Kreditkarte: sechs Punkte
Was Sie vor der Bestellung einer Prepaid-Kreditkarte wissen sollten.
Bezahlt wird nur mit Guthaben
Sie laden die Karte vorher auf und können nicht mehr ausgeben, als darauf liegt; Schulden und Teilzahlungszinsen entstehen nicht.
Meist ohne Schufa, nie ohne Ausweis
Eine Bonitätsprüfung entfällt in der Regel, identifizieren müssen Sie sich nach dem Geldwäschegesetz trotzdem.
Gebühren genau vergleichen
Jahres-, Auflade- und Inaktivitätsgebühren unterscheiden sich stark und machen Prepaid-Karten oft teurer als eine gewöhnliche Kreditkarte.
Guthaben ist anders geschützt
Bei E-Geld-Instituten greift keine Einlagensicherung, das Guthaben muss nach § 17 ZAG aber getrennt gesichert werden.
Kautionen sind die Schwachstelle
Hotels und Autovermieter verlangen für die Sicherheitsleistung oft eine echte Kreditkarte und lehnen Prepaid-Karten teilweise ab.
Gute Bonität spricht für die Kreditkarte
Eine Karte ohne Jahresgebühr kostet nichts, solange Sie die Abrechnung jeden Monat vollständig begleichen, und ist oft günstiger als Prepaid.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zur Prepaid-Kreditkarte
Kurze Antworten auf die Fragen, die bei Prepaid-Kreditkarten am häufigsten gestellt werden.
Ist eine Prepaid-Kreditkarte eine echte Kreditkarte?
Nicht im eigentlichen Sinn. Sie läuft über Visa oder Mastercard und wird ähnlich akzeptiert, gewährt aber keinen Kredit. Sie bezahlen ausschließlich mit Guthaben, das Sie vorher aufgeladen haben.
Bekomme ich eine Prepaid-Kreditkarte ohne Schufa?
In der Regel ja, weil kein Kredit entsteht und der Anbieter kein Ausfallrisiko trägt. Identifizieren müssen Sie sich trotzdem, meist per VideoIdent oder PostIdent.
Was kostet eine Prepaid-Kreditkarte?
Das hängt stark vom Anbieter ab. Üblich sind Jahres- oder Monatsgebühren, teils Gebühren für jede Aufladung und Entgelte bei längerer Nichtnutzung. Rechnen Sie die Kosten anhand Ihrer tatsächlichen Nutzung aus, bevor Sie bestellen.
Ist mein Guthaben sicher?
Bei E-Geld-Instituten muss das Guthaben nach § 17 ZAG getrennt vom Vermögen des Instituts gesichert werden. Die gesetzliche Einlagensicherung für Bankguthaben gilt dafür jedoch nicht. Laden Sie deshalb nicht mehr auf, als Sie in absehbarer Zeit brauchen.
Kann ich mit der Prepaid-Karte einen Mietwagen buchen?
Nicht überall. Viele Autovermieter und manche Hotels verlangen für die Kaution eine echte Kreditkarte. Klären Sie das vor der Buchung direkt mit dem Anbieter.
Gibt es eine Alternative ohne Gebühren?
Eine Debitkarte zum Girokonto ist oft im Kontopreis enthalten. Bei ausreichender Bonität ist auch eine Kreditkarte ohne Jahresgebühr eine Option, die nichts kostet, solange Sie vollständig zurückzahlen.
Kurz gefasst
Eine Prepaid-Kreditkarte ist eine Visa- oder Mastercard auf Guthabenbasis. Sie laden vorher Geld auf das Kartenkonto und können nur dieses Guthaben ausgeben. Weil kein Kredit entsteht, verzichten die meisten Anbieter auf die Schufa-Abfrage; identifizieren müssen Sie sich nach dem Geldwäschegesetz trotzdem. Schulden und Teilzahlungszinsen sind ausgeschlossen.
Der Preis dafür sind oft Gebühren: Jahres- oder Monatsgebühren, Kosten pro Aufladung und Entgelte bei Nichtnutzung. Viele Anbieter sind E-Geld-Institute; das Guthaben muss dann nach § 17 ZAG getrennt gesichert werden, fällt aber nicht unter die gesetzliche Einlagensicherung. Hotels und Autovermieter akzeptieren Prepaid-Karten für Kautionen nicht überall.
Geeignet ist die Prepaid-Karte bei eingeschränkter Bonität, für Jugendliche und für feste Budgets. Eine Debitkarte zum Girokonto oder Basiskonto ist oft günstiger. Wer eine ausreichende Bonität hat, fährt mit einer Kreditkarte ohne Jahresgebühr meist am besten. Warum es eine echte Kreditkarte ohne Schufa nicht gibt und welche Karten Sie stattdessen bekommen, erklären wir ausführlich; einen Überblick über alle Kartentypen bietet unser Kreditkarten-Vergleich.

Jacob Hartmann
Jacob Hartmann hat die Angaben zur Funktionsweise, zur Absicherung von E-Geld-Guthaben nach dem ZAG und zu den typischen Kosten auf dieser Seite geprüft.
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Ein Kredit kostet Geld. Prüfen Sie vor der Unterschrift, ob Sie die monatliche Rate dauerhaft tragen können.
